Der Flair des Moving Day

4 Turniertage Golf mal einzeln betrachtet

Der Moving Day ist einer von 4 Tagen eines Golfturniers, aber was macht diesen Tag so besonders? Wir schauen uns mal die 4 Tage bei einem Turnier aus der Sicht der Golfer an.

Moving Day, der Begriff

Bei Profi-Golfturnieren, die über vier Tage gehen, wird der Samstag als „Moving Day“ bezeichnet. Am dritten Tag einer Turnierwoche fallen in der Regel wichtige Entscheidungen. Wer nach drei Tagen führt, hat größte Siegchancen. Am Samstag wird aber oft das gesamte Leaderboard kräftig durchgeschüttelt und es kommen Spieler nach vorne, die man an den ersten zwei Tagen nicht auf dem Zettel hatte. Andere Golfer verspielen am Moving Day alle Chancen.

Aber gehen wir noch mal ganz zurück zum Donnerstag und der ersten Runde eines Profi-Golfturniers. Ein guter Start in die ersten Löcher eines Turniers ist für jeden Spieler wichtig und zeigt oft wohin der Weg gehen kann. Golf hat auch viel mit wohlfühlen zu tun und wenn es am Tee, den Fairways und Grüns gut läuft, dann steigt mit jedem Loch das Wohlbefinden und natürlich auch das Selbstbewusstsein. Es kann sich sowohl im positiven als auch negativen Sinn eine Spirale bilden, die entweder nach oben oder unten geht. Spielt man am Donnerstag für sich selbst gutes Golf, dann hat man oft eine entspanntere Nacht und freut sich auf den Freitag. Lief es dagegen eher schlecht, dann wird der Freitag, die zweite Runde oft hart. Man muss um jedes Par, jeden Birdie „kämpfen“. Oft wird mann auch erinnert, was an genau diesem Loch am Vortag nicht gelaufen ist. Und gerade dann ist es wichtig dieser nach unten führenden Spirale mit mentaler Stärke entgegen zu wirken. Aber es kommt noch ein weiterer Stressfaktor der Cut hinzu. Denn am Freitag Abend wird das Teilnehmerfeld meist halbiert. Oder genauer gesagt sind es die besten 70 und schlaggleichen Spieler, die am Wochenende antreten. Den Donnerstag und Freitag spielen die Profis zu Dritt in der selben Gruppe. Um für alle das Spiel so fair wie möglich zu machen, startet man an einem Tag recht früh und am Zweiten dann eher später (oder umgekehrt). Wenn man den Cut geschafft hat, dann kommt der Samstag, der sogenannte Moving Day. Was alles an diesem Tag passieren kann, das hatte ich oben bereits erklärt. Und oft ist es ausschlaggebend, wie man am Freitag steht. Hat man den Cut gerade so geschafft, besteht die Gefahrt, das man danach eher unkonzentriert in die 3. Runde geht. Spielt man eher im vorderen Feld nach dem Freitag, dann ist man am Moving Day oft sehr fokusiert. Beides kann sich positiv, aber auch negativ, auf die Runde am Samstag auswirken.

Hat man den Cut gerade so geschafft, dann geht ein „durchatmen“ durch den Kopf & Körper und man sagt sich es kann ja nur noch besser werden. Den eine beflügelt dann der Moving Day, auch mit der Aussicht, das die da vorn auf dem Leaderboard oft „Federn lassen“. Der andere ist so locker, dass die Spirale dann doch nach unten zeigt. Wichtig ist auch, das nach dem Freitag aus den 3er Flights vom Do. und Fr. zweier Flights werden. Das heißt man bekommt fast immer einen neuen Flightpartner und der steht nach 36 Löchern mit genauso viel Schlägen auf dem Sorceboard da. Aber am Moving Day, geht es auch den Golfern im vorderme Drittel nicht anders und deshalb wird an diesem Tag das Leaderboard oft noch einmal durcheinandergewirbelt. Wenn wir und bei der finalen Runde mal nur die Top Spieler nach dem Moving Day anschauen, dann geht das Hase & Igel Spiel los. Derjenige, der das Leaderboard anführt startet mit dem zweiten in der letzten Gruppe, so nennt man die Flights und hat natürlich meistens auch im Blick, was seine Verfolger vor ihm gespielt haben. Damit entsteht natürlich auch ein Druck von außen, der vorher noch nicht ganz so offensichtlich in Erscheinung tritt.

Ihr seht also, es ist gar nicht so einfach an mehreren Tagen hintereinander eine gleichbleibend gute Leistung zu bringen. Und jeder der schon mal eine Clubmeisterschaft über zwei Tage gespielt hat, der weiß wovon ich rede. Denn uns Amateure geht es da nicht anders als den Profis. Ok, wir verdienen damit kein Geld und wenn wir unseren „Moving Day“ verpassen, geht nur eine kleine Welt unter. Jede Golferin und jeder Golf muss da für sich ganz persönlich einen Weg finden, wir er mit jeder Situation in einem Turnier zurecht kommt. Aber man kann sich für den mentalen Teil, der ja genau bei diesen Turniertagen eine enorme Rolle spielt auch Hilfe von außen holen. Mir persönlich hat da ein Buch ganz viel geholfen, was überhaupt nichts mit Schwung, Schwunganalyse usw. zu tun hat. Wer mehr über dieses Buch erfahren möchte, der muss den Artikel „Golf macht Angst“ von mir lesen. Ein anderes Buch, was ich Euch auch ans Herz lege handelt davon: Was für ein Golfer ist man?  Und wie kann man sein Training und Spiel dem Profil anpassen um erfolgreich zu sein? Mehr dazu findet Ihr in den Beitrag „Profiler beim Golf – was ist jetzt passiert?“ hier im Blog. So jetzt gab es mal eine „Theoriestunde“ und jetzt gehen wir wieder auf den ersten Abschlag und „rocken den Platz“.;-)

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Euer Lefty Stephan

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