Die Troon Clubs aus dem 15. Jahrhundert

Golf und sein Ursprung

Rohling Troon Club

Die Troon Clubs, ein Set von 8 Golfschlägern, gefunden Ende des 19. Jahrhundert in einem Haus in Troon, gelten als das älteste Schlägerset. Experten datieren die Schläger auf Ende 15. Jahrhundert Anfang 16. Jahrhundert, andere argumentieren, die Troon Clubs entstanden ca. 100 Jahre später. Wer war der Besitzer? Was bedeuten die Stempel auf den Schlägern? Fakt ist, die Schläger sind ein Produkt feinster Handarbeit und Handwerkskunst.

 

Rohling Troon Schaft

Zu den Schlägern gibt es auch noch einen Club. Der Royal Troon Golf Club ist einer der Premium-Golfclubs des Vereinigten Königreichs, der etwas südlich der Stadt Troon in Schottland liegt. Er ist ein Vertreter der für das „Ur“-Golf typischen Links Plätze und ist seit 1923 Teil des „Rota“ genannten Turnus der Plätze, die die offenen Britischen Golfmeisterschaften (British Open) austragen dürfen.

 

Ausstemmen des Kopfes für das Blei

Der Club verfügt über zwei 18-Loch Plätze, den direkt an der Küstenlinie liegende, und als Championshipplatz genutzten „Old Course“ und den „Portland Course“, der durch den Old Course vom Strand getrennt ist. Des Weiteren verfügt er über einen 9-Loch Kurzplatz (Craigend Course) mit Par-3 Löchern. Aber schauen wir doch jetzt mal auf die Troon Clubs und wie sie gebaut werden. Es ist tatsächlich eine Handwerkskunst wie Ihr anhand der Bilder sehen könnt. Aus dem holz muss dann etwas ausgestemmt werden, wo später das Blei hinein gegossen werden muss und das Scharfshorn eingesetzt wird. Wie das ganze dann genau aussieht, dass seht Ihr in den folgenden Bildern. Bei jeden Arbeitsschritt ist außergewöhnliches Geschick angesagt und man kann schnell einen „Rohling versauen. Aber schaut Euch die folgenden Bilder einfach mal an.

Blei in den Schläger gießen
Blei in den Schläger gießen
Ausstemmen für das Schafshorn
Scharfshorn einsetzen
Scharfshorn zuschneiden

Verbindung Kopf und Schaft (übernommen aus dem traditionellen römischen Schiffsbau wegen der Stabilität und Belastbarkeit bei Bewegung). Handarbeit, Handarbeit … Schaft auf die korrekte Stärke feilen. Und das sind die Werkzeuge und die letzten Bilder zeigen den „Feinschliff“.  

Anmerkung von Stephan: Ich glaube mit so einem Schläger Set würde ich niemals spielen wollen. Aber auch nur deshalb, weil ich Angst hätte, das ich diese wunderbare Handwerkskunst zerstören könnte. Das letzte Wort gehört aber wieder Bill:

If a man puts all his knowledge and efforts in a golf club, a piece of art is the result

Euer Bill Knowles

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