from south to north – der Sportliche: Golfclub Seefeld-Wildmoos

Golfclub Seefeld-Wildmoos

Der Sportliche. Ja, das passt gerade jetzt, im Winter, irgendwie perfekt zum Golfclub Seefeld-Wildmoos. Der 18-Loch-Platz liegt in einer Umgebung, die zu den traditionsreichen und exklusivsten Wintersportregionen im Alpenraum zählt. Die Gäste kommen aus aller Welt. Und das nicht ohne Grund. Seefeld in Tirol, kurz hinter der deutsch-österreichischen Grenze, ist Olympia-Standort von 1964 und 1976 und heutzutage vor allem Zentrum der nordischen Ski-Disziplinen. Warum ich all das erzähle, obwohl es hier doch ums Golfen geht? Weil man für die Runde Golf auf dem Platz des GC Seefeld-Wildmoos mindestens genauso sportlich sein muss, wie für eine Runde in der Loipe oder die riskante Schussfahrt auf der Piste. Und manchmal kommt man sich sogar so vor wie auf selbiger.

Golfclub Seefeld-Wildmoos

Golfclub Seefeld-Wildmoos

Der Platz selbst ist eine große Herausforderung mit alpinem Flair. Der Driver kann, wenn man nicht gerade überraschend konstant und kerzengerade damit abschlägt, getrost zuhause gelassen werden. Auf dieser Anlage geht es oftmals eng zu. Genauigkeit ist gefragt. Konzipiert wurde der 18-Loch-Platz von Donald Harradine, einem Engländer. Und doch ist er typisch österreichisch. Weil man, wie bereits erwähnt, manchmal eben tatsächlich glaubt, hier würde im Winter Ski gefahren. Auf dem hügeligen Gelände auf den ersten neun Löchern zum Beispiel oder auf der „Abfahrt“ an Loch 14, einem Par 5, das ob des Fairway-Gefälles auch als rote Piste, also eine Strecke mittleren Schwierigkeitsgrades, durchgehen könnte. Jedes Loch ist anders, jedes Loch ist einprägsam. So wie Bahn 3, ein von Gelb 284 Meter langes Par 4. Es kommt auf einen geraden Drive an, nicht auf die Länge. Die Welle im Gelände sollte mit einem Schlag überwunden werden, um eine gute Ausgangsposition bzw. einen guten Stand für den zweiten Schlag auf das stark erhöhte und zudem auch noch schlecht einsehbare Grün zu haben. Besonders zu erwähnen ist meiner Meinung nach auch noch die Neun. Ein Par 3, das zwar offiziell 142 Meter lang ist (von Gelb), sich aber wesentlich kürzer spielt. Denn der Abschlag befindet sich fast 40 Meter höher als das Grün. Erfahrungsgemäß reicht hier ein Schläger, mit dem man auf gerader Fläche zwischen 100 und 110 Meter schlagen würde. Ich habe es mit einem Eisen 9 probiert – und prompt direkt aufs Grün getroffen. Ein riesiger Spaß ist das von da oben!

Nicht selten stellt man sich die Frage: Wer um alles in der Welt kommt auf die Idee, in ein solches Gelände einen Golfplatz zu bauen? Habe ich mich beispielsweise bei Loch 15 schon das eine oder andere Mal gefragt. Das Fairway steigt an, das Grün ist in Stufen angelegt und es wird zum Ziel hin einfach immer enger. Doch das ist noch nicht alles: Rechts lauert Wasser, links der Abhang. Da braucht man gute Nerven. Ohne jeden Zweifel: Dieser Platz ist etwas Besonderes, ein Platz, den jede Golferin und jeder Golfer einmal gespielt haben muss! Denn es ist eben keine dieser Anlagen von der Stange, sondern ein echtes Unikat. Ziemlich raffiniert! Auf der 18. Bahn gibt es dann zum Abschluss neben dem Bergpanorama doch noch die Chance, den Driver auszupacken und die Kugel vom erhöhten Abschlag aus auf das breite Fairway segeln zu lassen. Ein tolles Gefühl!

Golfclub Seefeld-Wildmoos

Das Drumherum

Der Golfclub Seefeld-Wildmoos zählt zu den Leading Golf-Courses of Austria, also zu den besten Anlagen des Landes. Und das merkt man nicht nur an der Qualität des Platzes. Auch das Drumherum passt. Im Clubhaus geht es gemütlich zu. So wie man das von Tirolern eben erwartet. Auf der Terrasse kann man sich nach der Runde noch so manchen Tipp von denen abschauen, die noch auf der Runde sind. Denn man blickt direkt auf den 10. Abschlag sowie das 18er Grün. Wer übrigens nicht nur einen Tagesausflug nach Seefeld plant, kann seinen Golf-Kurzurlaub im 5-Sterne-Superior-Hotel Interalpen Tyrol verbringen. Das Hotel liegt oberhalb des Platzes und bietet einen kostenlosen Hol- und-Bring-Service an – von der Tiefgarage direkt vor die Türe des Clubhauses. Probiert es doch einfach mal aus. Lohnt sich!

Euer Alpengolfer Stephan

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