Golfplatz als Spiegel der Gesellschaft

Vor ein paar Tagen habe ich einen Beitrag über den Sinn oder Unsinn der Platzreife veröffentlicht und wie auch bei den anderen Beiträgen, die ich hier veröffentliche, landete dieser in den sozialen Medien, unter anderem Facebook. In einer der Gruppen entstand eine rege Diskussion und meine ursprüngliche These das bei der Platzreife wenig Etikette vermittelt wird, wurde bedingt über den Haufen geworfen.

Warum?

Es scheint wohl so zu sein, dass Golfer immer egoistischer werden. Da kommen Themen auf den Tisch wie Höflichkeit, Fairness, Respekt vor dem Eigentum der anderen usw. Also alles Themen, denen man überall im Leben begegnet und jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Aber dazu später …

Euer_Lefty_StephanEs ging mir im Ursprung darum, dass die Golfer ihre Pitchmarken nicht weg machen, Fore wird nicht gerufen und Divots bleiben da liegen wo sie landen. Ich will natürlich nicht alle Golferinnen und Golfer über einen „Kamm scheren“. Ich hatte dann mal die Behauptung aufgestellt, dass es vor allem die Rabbits sind, die sich so verhalten, weil denen wohl niemand die Etikette erklärt. In der Diskussion kam dann aber eher raus, dass sich dieses Phänomen durch alle „HCP Klassen“ zieht. Natürlich ist das Ergebnis nicht repräsentativ, aber ich nehme das mal auf und frage deshalb Warum?

Es sieht so aus, dass es Menschen gibt, die vor Egoismus strotzen und das auch auf der Runde „ausspielen“.

Nach dem Motto: Ich, mein Drive, mein Eisen, mein Ball & mein Recht!

Die ein Blicke zuwerfen, das man es mit der „Angst“ zu tun bekommt. So jetzt kann man sich für die eine oder andere Möglichkeit entscheiden.

  1. Kopf in den Fairwaybunker stecken, sich ärgern, und die Klappe halten. Alternativ kann man das auch im Grünbunker machen 😉
  2. Kopf hoch weiter nett und freundlich mit den Mitmenschen auf dem Golfplatz umgehen und wenn es was zu beanstanden gibt, nett darauf hinweisen. Aber bitte nicht als Oberlehrer rüber kommen (das gilt ja für jede Lebenslage).

Gemeinsam mit dem Club

Quelle: golfregeln.de
Quelle: golfregeln.de

Mich würde ja mal interessieren wie es die Clubs sehen. Vielleicht sehen die nur die Greenfee-Dollar und Beiträge und wollen das andere nicht sehen. Ich würde mir wünschen, dass es auch im Club die Möglichkeit gibt, dass man sich in lockerer Runde über Regeln und Etikette im Golfsport austauschen kann. Wenn das genutzt wird, dann werden wir doch alle „bessere Golfer“, oder!? Auch was die Damen und Herren betrifft, die als Marshall[1] fungieren, erwarte ich etwas mehr Aktion. Oft bleibt es bei einem: „Macht mal schneller, es entsteht ein Stau hinter Euch!“

Auszüge aus den Kommentaren bei Facebook:

… denke auch, dass es viel zu oft damit zusammenhängt, dass viele ihr Spiel und sich selbst zu wichtig nehmen. Es geht nicht nur die Etikette verloren, sondern auch der Spaß am Spiel!

MIllionen von Golfern die ohne „Platzreife“ oder diese „Platzreifekurse“ (arroganter geht es fast nicht) weltweit Tees in die Erde stecken, scheinen Etikette besser zu können.

Einfach weniger verbissen an das ganze herangehen! Golf ist ein toller Sport, sehr anspruchsvoll und bietet unheimlich viel Abwechslung!

… denke, es liegt teilweise auch an den „Könnern“. Sie dulden keine Neulinge und so entsteht der Zwist. Dabei könnten beide Gruppen voneinander profitieren.

… das liegt nicht nur am Golf. Schau dich doch mal in der gesamten Gesellschaft um. Die Menschheit verblödet und degeneriert zunehmend.

Wusstet Ihr eigentlich das es sowas wie Golf-Knigge gibt?. Nein, dann schaut mal hier rein! Und es gibt Menschen, wie Annette Wölfle, die sich mit diesem Thema beschäftigt.

Was tun?

Also ich werde weiterhin die Menschen sowohl bei positiven, als auch bei negativen Erlebnissen direkt ansprechen. Wenn ich einen von 10 erreiche, dann bin ich ja zufrieden! Natürlich bin ich auch offen, wenn man mich auf meine Fehler aufmerksam macht!

Das Motto für uns alle: Fairplay auf dem Fairway!

Was gibt es sonst noch hier im Blog? In Sachen Ryder Cup, der vor der Tür steht habe ich auch noch was. Ach ja in Sachen Ryder Cup gibt es noch zwei Sachen, die ich Euch hier im Blog ans Herz lege. Zum einem die Shop Aktion und das Gewinnspiel.

Euer Lefty Stephan

[1] Marshall, der Sheriff auf dem Golfplatz, oder so – Der Begriff Golf-Marshall kommt aus den USA. Dort ist dieser Polizist, also Ordnungshüter. Als solcher kann auch der Golf- Marshall auf den Golfplätzen beschrieben werden. Er wird vom jeweiligen Golfclub oder einer Golfanlage beauftragt, für die Einhaltung der Etikette und des Spielflusses auf dem Golfplatz zu sorgen. Alle auf dem Platz befindlichen Spieler, Clubmitglieder als auch Greenfeespieler müssen den Anweisungen des Golf-Marshall folgen. Hauptsächlich werden Golf-Marshalls während eines Wettbewerbs eingesetzt, wobei viele Anlagen auch außerhalb von Turnieren einen Golf-Marshall engagiert haben. Dieser kontrolliert dann entsprechend auch, ob alle Spieler auf dem Platz entsprechende Spielberechtigungen haben, das heißt ein Greenfee gelöst haben oder Mitglied des Clubs sind, bzw. die obligatorische Mitgliedsplakette am Bag angebracht haben. Darüber hinaus kontrolliert ein Golf-Marshall auch die Einhaltung der Kleiderordnung auf einer Golfanlage.

 

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