Irre im schicken Outfit, Golfer genannt

Eigentlich müssen wir irre Golfer alle mal in die „Klapse“*. Da nehmen wir so lange „Stöcker“ mit viel zu kleinen Schlagflächen, und noch viel kleineren Treffpunkten in die Hand, um so einen kleinen weißen, verbeulten Ball in Richtung Fahne zu spielen. Auch wenn wir relativ schnell begriffen haben, dass der Ball, der Golfer sagt dazu „kleine weiße Sau“, aber auch nie da landet wo er soll, spielen wir weiter.

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Dabei setzen wir unserem Körper den großen Gefahren der Natur aus! Immer wieder verschwinden Golfer im hohen Gras, Rough genannt, mit dem Traum, den eigenen Ball zu finden. Heraus kommen wir meistens mit Bällen von anderen, verzweifelten Golfern. Den eigenen Ball finden wir dort selten. Eine weitere „Naturgewalt“ sehen wir uns bei Wasserhindernissen gegenüber. Denn wenn wir auf Grund mangelnder Spielintelligenz dort den Ball versenken, dann ist er zu meist einfach weg. Statt dann den Rückweg auf die Clubhausterrasse anzutreten und von dort den anderen Bekloppten zuzuschauen, holen wir einen neuen, verbeulten Ball aus der Tasche.

Sollten wir es irgendwann in die Nähe der Fahne geschafft haben, dann wartet das nächste „Unding“ auf uns. Die Fahne, die wir schon die ganze Zeit anvisiert haben, steckt in einem viel zu kleinen Loch. Man stelle sich vor Fußballer würden eine Torwand als Ziel haben, das würde sich niemand über 90 Minuten antun. Aber zurück zum Golfsport. Haben wir uns mit dem Loch auf dem Grün abgefunden, tut sich für den Golfer, oft Hobbygärtner, das nächste Hindernis auf. Die Landschaftsgärtner, die man Greenkeeper nennt, haben mal so richtig bei der Arbeit gefuscht! Auf dem Weg zum Loch gibt es eine Welle nach der anderen oder die ganze Rasenfläche, Grün genannt, hängt in eine Richtung. Also mal ehrlich, was soll denn das?

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Sollten wir es dann tatsächlich geschafft haben den Ball nach unzähligen Schlägen und Tiefschlägen in dem Loch zu versenken, dann kommt das dicke Ende. Denn jetzt sehen wir ein Schild mit Aufschrift „Tee 2“.

Wie ferngesteuert packen wir alles zusammen und folgen der Beschilderung. Im schlimmsten Fall wiederholt sich das bisher Beschriebene 18 mal. Wer jetzt noch sagt: „Golfer sind NICHT bekoppt“, der gehört in die „Klapse“! Wenn wir es dann bis zum Grün der 18 geschafft haben, freuen wir Golfer uns auf Loch 19. So nennen wir die Einrichtung, andere nennen sowas Restaurant, in der wir unser desulates Ballgekloppe am Liebsten in Hochprozentigen ertränken wollen. Aber nein, Golfer haben noch eine Macke! Wir setzen uns mit anderen Golfern zusammen hin und philosophieren über die traumhafte Golfrunde, die wir gerade gespielt haben. Glaube das nennt man leichte Selbstüberschätzung, oder so. Ich persönlich spiele erst seit 2012, mit einer offiziell erworbenen Platzerlaubnis und musste schnell feststellen, ich bin, was Golf betrifft, total bekloppt und ziemlich sicher – sollte mein Körper es zulassen, dann ist ein Ende der Golfbeklopptheit nicht abzusehen! In diesem Sinne wünsche ich jedem ein schönes Spiel. Was auch immer dieser Spruch unter deutschen Golfern bedeuten soll!

Es gibt aber noch eine Steigerung zum Golfer, dass ist der bloggende Golfer. Das sind Menschen wie meine Wenigkeit, die nicht nur Golf versuchen zu spielen, nein sie posaunen auch noch ihr „Fachwissen“ und ihr „Kompetenz“ in Sachen Golfsport ins große „bunte“ Netz. Auf das arme Mitbürger wie Du, diese Zeilen lesen! 😉

Euer „bekloppter“ Lefty Stephan, den ihr nicht so schnell los werdet.

*Klapse: Klapsmühle, auch Klapskiste, kurz Klapse, ist eine umgangssprachliche Bezeichnung des 20. Jahrhunderts für eine psychiatrische Klinik. Der Duden bezeichnet den Gebrauch als „salopp“ (Quelle: Wikipedia.de)

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