Leder oder Leder ist die Frage?

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Heute geht es um den Gegenstand, der die Hand mit dem Griff verbindet – dem Golfhandschuh! Und da die Frage welches Leder ist das richtige für einen Golfhandschuh.

Früher, in der guten alten Zeit, als Golfer noch vornehmlich auf eigenes Können am oberen Ende der lederumwickelten Hickory-Schäfte vertrauen mussten, um dem Ball eine scoresenkende Richtung zu geben, golfte niemand mit Handschuhen.

Das Tragen eines Golfhandschuhs ist kein Muss, hat sich aber mittlerweile auf den Golfcourses durchgesetzt. Es gibt unter Profi-Spielern nur wenige, die ihre langen Golfschläge ohne Handschuhe ausführen. Primär dient der Handschuh dem Schutz der Hand vor Blasen und anderen Plessuren, die ein häufiges Golfen mit sich bringen kann. Noch wichtiger ist aber, dass der Golfhandschuh einen sicheren Griff ermöglicht. Der Schläger darf in der Hand nicht verrutschen.

Welche Lederarten?

Cabretta Leder

ist eine in den USA allgemein gebräuchliche Bezeichnung für südamerikanische Haarschaffelle (nicht Wolle) und für das hieraus hergestellte Handschuh- und Schuhoberleder. Es wird aber auch aus Fellen ähnlicher Haarschafe aus anderen Ländern, z. B. aus Ost- und Westafrika, hergestellt. Cabretta wird haarlos als Glattleder verarbeitet. Es ist chromgegerbt, feinnarbig, weich wie Zickelleder.

Känguruleder

Quelle: leder-info.de
Quelle: leder-info.de

gilt als sehr reißfest und können bei gleicher Stabilität dünner und leichter als Rindsleder verarbeitet werden. Ihre durchschnittliche Dicke beträgt 1 Millimeter; gegenüber Rindsleder von einer Dicke zwischen 1,2 mm bis 1,4 mm sind sie allerdings fast doppelt so zugfest, nehmen nur halb so viel Wasser auf und sind 50 Prozent weiterreißfester. Diese Eigenschaften bestehen aufgrund einer sehr starken Hautfaservernetzung. Mit 20% seiner Originalstärke soll Rindsleder gerade noch 1% bis 4% seiner ursprünglichen Zugfestigkeit besitzen, Känguruleder dagegen immer noch 30% bis 60%. Känguruleder kommen oft im Handschuh- (etwa im Falknerbedarf), Schuh- und Stiefelbereich sowie allgemein für Motorradbekleidung zum Einsatz. Sie sind in der Regel chromgegerbt und optisch fast nicht von einem Rindsleder zu unterscheiden.

Die meisten Golfhandschuhe aus Leder sind in Cabretta Leder gefertigt. Känguruleder kommt wesendlich seltener im Golfsport vor. Vor mehr als 7 Jahren gab es die  Innovation unter den Golfhandschuhen von  Hirzl. Einen Golfhandschuh auf den Handrücken Cabretta und Handfläche Känguru. Aber es gibt auch Golfhandschuhe komplett aus Kanguruleder.

Beide Hersteller hatte ich bereits auf der Runde an der Hand und unterm Strich bin ich bei einem Kanguru Leder Handschuh geblieben. Ich kann Euch den Handschuh von Kakadu Golf empfehlen, der bei mir eine Saison gehalten hat. In meinem Fall ist das Problem eher die Fingerlänge – meine Finger sind etwas zu lang für die meisten Handschuhe auf dem Markt. Die Handfläche des Handschuhs kann durchaus 2 oder 3 Jahre bei wöchentlicher Nutzung halten. Das Leder schmiegt sich super an die Hand an und der Grip ist egal bei welchem Wetter unschlagbar. Aber es gibt noch was, das Kanguru neben dem tollen Grip interessant macht. Man kann den Handschuh unter lauwarmen Wasser waschen und aufhängen. Danach ist der Handschuh wieder sauber und geschmeidig.

Waschanleitung: Waschen Sie den Kakadu Handschuh gerne nach jeder Runde bzw. jeder Session auf der Driving Range! Der Handschuh bleibt dafür angezogen und Sie waschen sich unter dem kalten Wasserhahn die Hände wie gewohnt – allerdings ohne Seife. Reiben Sie Ihre Hände in dem Wasserstrahl bis die Handschuhe volkommen durchnässt sind, bei den weißen Kakadu Handschuhen erkennen Sie dies an der dunkleren Färbung. Anschließen ballen Sie die Hand kräftig zur Faust, um überschüssiges Wasser auszudrücken. Danach lassen Sie den Handschuh an der Luft trocknen, zum Beispiel am Bag, ein Handschuhtrockner ist nicht notwendig.

Ich habe mein Handschuh von April bis Oktober genutzt und wenn nicht meine langen Finger wären, dann würde ich auch im Winter noch mit dem selben Handschuh spielen. Noch ein paar Worte zum Verschluß. Der hat auch am letzten Tag noch so gut den Handschuh verschlossen, wie am ersten Tag! Einfach mal ein rund um gelungenes Produkt. Hier mein Zwischenbericht aus dem Juni 2016.

Seit Ende April habe ich zwei Handschuhe von kakadugolf.de im Einsatz und ich hatte Euch ja schon im April davon geschrieben. Unter anderem erwähnte ich die Reinigung der Handschuhe in diesem Beitrag. Also habe ich nach ein paar Wochen einen der Handschuh einfach angezogen und am Waschbecken mir damit die Hände, natürlich ohne Seife, gewaschen. Danach an der frischen Luft aufgehängt zum trocknen. Und was soll ich sagen, der Handschuh war danach wieder schön geschmeidig und sauberer als vorher. weiterlesen …

Noch zwei Tipps:

  1. Im Winter hat man ja oft das Gefühl, dass man mit Wintergolfhandschuhen kein Gefühl hat. Nehmt ein normalen Handschuh und zwischen den Spielen Fausthandschuhe drüber. Dann bleiben die Hände warm und bei der „Arbeit“ habt ihr wieder ein tolles Gefühl mit gewohnten Grip.
  2. Kauft Euch zwei Handschuhe und wenn es im Sommer heiß wird, dann tauscht nach 9 Löcher auch mal den Handschuh.

Euer Lefty Stephan

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