Rabbit „a la Rough“

... und was gibt es zu Essen?

Im Golfsport nennt man die „Neuen“ rabbits. Aber warum ist das so und haben Sie tatsächlich was mit den niedlichen Tieren gemeinsam? Diesen Fragen und mehr gehe ich in diesem Beitrag nach. Natürlich ist nicht alles so richtig ernst gemeint.

Rabbit – Erklärung

Beim Golfsport wird ein Anfänger „Rabbit“ (engl. für Hase) genannt, der noch kein Handicap erspielt hat. Die Bezeichnung Rabbit rüht daher, da der Anfänger die Golfbälle meist über den gesamten Platz schlägt und somit wie ein Hase Zick-Zack über den Platz läuft.

Merkmale des Hasen

  • große Ohren
  • dickes Fell
  • Zick-Zack Flucht
  • große Augen
  • kräftige Hinterbeine
  • lebt im Freien
  • Einzelgänger

Punkt 1 – große Ohren, haben auf jeden Fall die Vierbeiner, während die zweibeinigen Rabbits eher kleine Ohren haben. Hinzukommt, das die Hörkraft und die damit verbundene Verarbeitung des Gehörten oft nicht so richtig bei den „Klein-Ohr-Rabbits“ funktioniert.

Punkt 2 – dickes Fell, das haben beide. Aber beim Zweibeiner glänzt es nicht so und ist auch etwas anders gemeint!

Punkt 3 – Zick-Zack Flucht beherrschen beide Arten in Perfektion. Während der Vierbeiner dieses Fortbewegung nur in der Flucht nutzt, bewegt sich der Zweibeiner 9 oder 18 Löcher so über den Golfplatz. Vorteil für ihn: er lernt den Platz kennen. Nachteil für die anderen Golfer, Sie hören öfter FORE!

Punkt 4 – große Augen, die hat der Vierbeiner tatsächlich und der Zweibeiner macht sie!

Punkt 5 – kräftige Hinterbeine, darüber reden wir jetzt nicht …

Punkt 6 – lebt im Freien trifft auf jeden Fall auf den Vierbeiner zu. Beim zweibeinigen Rabbit hat man auch oft das Gefühl, dass er sehr viel seiner Zeit auf dem Golfplatz verbringt. Viel im Rough und im Gebüsch.

Punkt 7 – Einzelgänger sind Hasen auf jeden Fall, im Gegensatz dazu tauchen golferische Rabbits oft im Rudel auf 😉 auch nach der Platzreife.

Aber jetzt versuche ich mal das Niveau etwas anzuheben und gehe auf die Erfahrungen als und mit Rabbit(s) ein. Als ich 2012 meine Platzreife gemacht habe, da haben mir die ersten Golfturniere was Verhalten auf den Platz betrifft eine Menge gebracht. Denn mit HCP -54 spielte ich mit 20er und 10er HCPler in einem Flight. Und neben dem Staunen über die Golfschwünge und die für mich damals unverständlichen Längen, lernte ich viel darüber worauf man so auf der Runde achten sollte. Auch wie man mit dem Platz, z.B. den Pitchmarken umgehen sollte, lernte ich in den ersten Turnieren.  Mittlerweile sind viele Clubs davon abgegangen und sortieren die Turnierflights nach HCP. Damals (ups) hieß es eher low, mid and high (womit das HCP gemeint war)!

Rabbits, wenn Ihr Eure ersten Turniere spielt, dann schaut immer auf die Mitspieler, wie die sich in bestimmten Situationen verhalten und wenn Ihr Fragen habt, dann stellt die auf dem Weg zum nächsten Abschlag.

Warum habe ich das Thema aufgegriffen?

Seit einiger Zeit haben wir in unserer Truppe ein Rabbit und man fühlt sich so in seine Anfangszeit zurück versetzt. Es ist doch ganz klar, dass man a) aufgeregt ist und b) noch viele Fehler macht. Liebe Golfer, denkt immer dran, wir haben alle mal angefangen und am Anfang ist ein Rabbit wissssssbegierig und das sollte man nutzen. Das soll jetzt nicht heißen, alle Regeln auf der ersten 9-Loch Runde mit dem Eisen 7 in den Rabbit „einzuhämmern“. Habe ich probiert, hat nicht geklappt und mein Eisen 7 hat gelitten! 😉

Nein, man sollte sich einfach Zeit für diese Gattung Golfer nehmen und geduldig jede Frage beantworten. Und was die Etikette und das Regelwerk betrifft, so kann man es nur dann wissen, wenn es ausgesprochen wird. Ich kläre das immer gerne vor einer Runde und sage dann zum Rabbit: „Wenn Du Fragen hast, dann frage einfach!“

Und an die ganz schlauen unter uns! Verteilt bitte nicht zu viel Halbwissen. Wenn man es nicht genau weiß, dann sollte man auch das dem Rabbit sagen. Vorteil man selbst lernt gemeinsam mit dem Rabbit auch noch mal die Sachen, die man schon wieder vergessen hat. 😉 Auch sollte man sich in dieser Situation auch noch mal als „alter Hase“ hinterfragen, ob das eigene Verhalten noch zeitgemäß ist. Oft gibt es auch Golfer, der „alten Schule“, die der Meinung sind, die golftechnische Weisheit mit dem Wedge gelöffelt zu haben – man die liebe ich so sehr! Übrigens kann man auch im Internet viel über Golfregeln erfahren und auf Facebook gibt es eine tolle Gruppe, die Golf Rules auf Deutsch.

Ich bin über jeden jungen Rabbit auf dem Golfplatz dankbar, auch wenn Sie etwas länger brauchen und damit der eine oder andere „Stau“ auf den Fairways entsteht. Denn in unserem Sport gibt es so wenig Nachwuchs. Egal in welcher Altersklasse! Aber egal ob Rabbit oder nicht, was den eigenen Golfschwung betrifft, da geht möglichst früh zu einem Profi! Wenn 5 Freunde von rechts und links mit Schwungtipps loslegen, dann habt ihr irgendwann Knoten in den Armen. Ich diesem Sinne wünsche ich uns allen und ganz besonders den Rabbits ein „schönes Spiel“ zum Schluß lasse ich noch mal den Rabbit zu Wort kommen … Euer Lefty Stephan

 

 

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