trolly2go® – Power & Design

genaue Funktionsbeschreibung

Bisher habe ich im Langzeittest des trolly2go® E-Trolley nur davon berichtet wie er sich auch ohne Akku macht. Mittlerweile hat der Trolley viele, viele Runden mit mir gedreht und jetzt ist es mal wieder an der Zeit einen zweiten Bericht zu verfassen.

trolly2go® mit Batterie

Der E-Trolley glänzt ja mit seinem schmalen Erscheinungsbild, was aber nicht auf Kosten der Stabilität oder Funktionalität geht. Auch hat der Hersteller daran gedacht, dass das Kabel zur Batterie lang genug ist. Denn man kann den Akku ohne Probleme im Bag verstauen. Wer das nicht möchte oder kein Platz im Bag hat, der kann den kompakten Akku auch an den Trolley hängen. Also das ganze Konzept ist gut durchdacht, was man aber auch ehrlich gesagt in der Preisklasse erwarten darf.

Ladezeit und Durchhaltevermögen

Wie schnell der Akku lädt, dass kann ich nicht wirklich sagen. Denn ich habe zum einem nicht mit der Stoppuhr daneben gestanden und wenn ich die Batterie wieder mit Saft versorgt habe, dann geschah das fast immer über Nacht. Wen die Batterie komplett leer ist, dauert die volle Ladezeit ca. 5-6 h. Und dann stand die volle Power zur Verfügung. Auf relativ flachem Gelände und im Schnitt mit um die 95 Schlägen pro Runde machte der Akku um die 60 Löcher mit. Die Batterie hat bei normalen Gelände eine Kapazität von mehr als 3x18Loch. Manche Wettbewerber reden dann von einer Boster-Batterie ? Auch habe ich den Akku dran gelassen, wenn wir nach der Runde noch im Clubhaus ein Getränk genossen. Nicht vergessen den trolly2go mit dem Chipschlüssel abzuschließen – Diebstahlschutz.  Also man kann den Akku bestimmt 12 Stunden am Stück nutzen, ohne das er unbedingt an den Stromkreis muss.

Aktivierung und Nutzung

Zu dem mitgelieferten Zubehör gehört neben dem Trolley und der Batterie auch ein kleiner Chip mit dem man das Gefährt aktivieren und deaktivieren kann. Das bedeutet, das Gerät lässt sich praktisch wie mit einem Schlüssel abschließen. Die Räder sind blockiert und ohne den Chipschlüssel läst sich das Gerät auch nicht einschalten.  Eine kleine, dezente LED zeigt dem Golfer wenn der E-Trolley bereit ist um ins “Spiel” geschickt werden zu können. Dann brauch man den Trolley nur noch einen kleinen “Schwung” verpassen und das Bag schwebt fast lautlos über das Fairway. Wenn man den Trolley stoppen möchte, dann genügt eine kurze Rückwärtsbewegung mit der Hand am Griff und schon rollt der Trolley nach 1 bis 2 Meter aus. Eigentlich ändert sich bei der Benutzung gegenüber einem manuellen Trolley nicht viel, nur das der trolly2go E-Trolley sich einmal angestoßen sich viele Meter vorwärts bewegt. Wenn man den Dreh richtig raus hat, dann hat man einen tollen Begleiter an seiner Seite. Das hat bei mir so ungefähr 20 Löcher gedauert, aber dann hatte ich als Grobmotoriker, auch den Dreh raus. Sehr gut, genau so ist es.

Auch was den Geradeauslauf und den Vorwärtsdrang auf unterschiedlichen Böden betraf, hat mich der trolly2go voll überzeugt.

Aber wo es viel Licht gibt, da gibt es auch etwas Schatten.

Wobei ich sagen muss, dass vieles dem Geschmack des Golfer geschuldet ist. Wer auf der Runde noch vieles mehr mitnehmen möchte, der muss wissen, daß es für diesen Trolley keine zusätzlichen Ablagemöglichkeiten gibt. Ich selbst bin darüber froh, denn dann sieht mein Fahrzeug auf der Runde nicht wieder der Einkaufswagen beim Wochenendeinkauf aus. 😁
Mein Trolley ist ja aus Carbon und was ich nicht bedacht habe, das Material ist doch etwas empfindlicher als andere Materialien. Das ist richtig. Das Gewebe mit dem Harz verkratzt leicht. Die Rahmen werden jetzt mit einem Kratzfesten Autolack versiegelt, damit ist das auch kein Thema mehr.

Was ist überhaupt Carbon?

CFK besteht aus Kohlenstofffasern, die in eine Matrix aus Kunstharz eingebettet sind. Dabei profitieren die mechanischen Eigenschaften des ausgehärteten Verbunds vor allem von der Zugfestigkeit und der Steifigkeit der Kohlenstofffasern. Die Matrix verhindert, dass sich die Fasern unter Belastung gegeneinander verschieben. Dazu muss die Matrix auf der Faser haften, ansonsten versagen die Bauteile durch Faser-pull-out.
Die Festigkeit und die Steifigkeit eines aus CFK hergestellten Materials sind in Faserrichtung wesentlich höher als quer zur Faserrichtung. Quer zur Faser ist die Festigkeit geringer als bei einer unverstärkten Matrix. Deshalb werden z.T. einzelne Faserlagen in verschiedenen Richtungen verlegt. Die Faserrichtungen werden vom Konstrukteur festgelegt, um eine gewünschte Festigkeit und Steifigkeit zu erreichen. Die gesamte Auslegung eines Bauteils wird meist mittels Berechnung nach der klassischen Laminattheorie unterstützt.
Kohlenstofffasern haben im Vergleich zu Werkstoffen wie Stahl eine deutlich geringere Dichte (~ Faktor 4,3). Ihre gewichtsspezifische Steifigkeit in Faserrichtung ist, je nach Fasertyp, etwas (ca. 10-15 %) oder sogar deutlich (ungefähr Faktor 2) höher als Stahl. Auf diese Weise entsteht ein sehr steifer Werkstoff, der sich besonders für Anwendungen mit gerichteter Hauptbelastungsrichtung eignet, bei denen es auf eine geringe Masse bei gleichzeitig hoher Steifigkeit ankommt. Häufig müssen Faserverbund-Bauteile, um dieselben Kräfte wie ein entsprechendes Metall-Bauteil auszuhalten, voluminöser entworfen werden, was den Gewichtsvorteil reduziert. Quelle: Wikipedia

Für mich ist ein Trolley ein Werkzeug was mir den Transport meiner Schläger erleichtern soll. Also lege ich bei der Montage und Demontage keine Decke unter den Trolley. Dadurch entstehen mit der Zeit “Scheuerstellen” am Carbon. Diese können auch dort entstehen wo die Karabiner, die am Bag den Tragegurt aufnehmen, am Carbon reiben. Wenn man das vorher weiß, dann kann man vorbeugend aktiv werden.

Der letzte Punkt ist der Schirmhalter, der als Zubehör gekauft werden kann. Ich muß dazu sagen, das ich noch keinen Trolley auf dem Markt gefunden hat, der das Problem größer Golfer mit Regenschirm gelöst hat. Wenn man den Griff in die optimale Position gebracht hat und dann den Schirmhalter anbringt, dann ist der aufgespannte Schirm so niedrig, dass man als großer Golfer, ich rede hier von 188 cm und mehr Körperlänge, immer wieder drunter krabbeln muss. Auch sieht man dann wenig was vor einem auf der Runde so los ist. Aber diesen letzten Punkt mache ich nicht nur trolly2go zum Kritikpunkt, das Problem haben alle Hersteller in meinen Augen. Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder den Schirmhalter verlängern oder verlängern lassen. Oder gleich einen längeren Schirm kaufen.

Mein erstes Fazit mit Akku

Der Trolley macht genau das was er machen soll und das sehr geräuscharm. Die Akkuleistung hat mich voll überzeugt. Die Montage und Demontage erfolgt mit sehr wenig Kraftaufwand. Wenn man bedenkt dass ja in der Hinterachse die Antriebstechnik verbaut ist, dann ist das Gesamtgewicht Ok. Alle mechanisch genutzten Verbindungen und auch die Elektronik funktionieren nach ca. 70 Runden einwandfrei.
Und wenn der Akku, wider erwarten, mal alle sein sollte, dann kann man als Gefährt kurz anheben, die Räder um eine Stellung aus der Achse ziehen und schon geht es weiter. Wenn man weiß wie Carbon sich verhält und etwas achtsamer als ich damit umgeht, dann wird man sehr wenige Gebrauchsspuren finden. Rundum macht das Produkt einen sehr guten Eindruck und ich werde den Sommer bis in den Herbst den Trolley weiter testen. Mehr Infos gibt es auch im Onlineshop des Herstellers.
Wenn Ihr Fragen zu den Produkten habt, dann stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung. Schreibt diese einfach in das Kommentarfeld, wo ich dann auch die Antwort veröffentliche.

Anmerkung von der Redaktion. Alle kursiv geschriebenen Textpassagen sind Anmerkungen vom Hersteller. Ich finde es nur fair, wenn man die Reaktion mit in den Test einfließen lässt.

Euer Lefty Stephan

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