Twitter + PGA Tour=Livestream

Über Veränderungen auf der European Tour habe ich euch gestern berichtet und heute gibt es News zur Berichterstattung auf der PGA Tour. Nach einer offenkundig erfolgreichen Zusammenarbeit beim FedEx Cup hat Twitter jetzt von der PGA Tour weitere Live-Übertragungsrechte erworben. Der Kurznachrichtendienst sicherte sich die Streaming-Rechte für mehr als 30 Turniere in der laufenden Saison und will auf diese Weise über 70 Stunden live berichten. Geplant ist, in der Regel von den ersten beiden Runden bis zu 90 Minuten zu berichten. Die PGA Tour will damit wohl auch Werbung machen für ihr Online-Bezahlangebot. An den Übertragungen bei Sky ändert sich dadurch nichts: Der Pay-TV-Sender Sky wird wie gehabt umfangreich von mehr als 40 Veranstaltungen pro Saison berichten. Dafür hatte sich vor Sky vor etwas mehr als einem Jahr langfristig die Rechte gesichert.

Das spannende ist wohl, dass die Rechte global vergeben wurden und bereits seit Donnerstag läuft das Streaming Angebot, wie gesagt bis zu 90 Minuten, hier auf Twitter. Die Medienlandschaft verändert sich immer mehr und wie wir es mit der DKB und der Handball WM sehen, ist da sehr viel in Bewegung. Was den Golfsport betrifft, kann ich dann nur hoffen, dass Schritt für Schritt das Thema Livestream erweitert wird. Denn dann können viel mehr Golfbegeisterte den Profis „über die Schulter blicken“! Und Twitter baut sein Live Angebot auf NFL, NBA MLB & NHL weiter aus.

Aber noch mal zurück zur PGA Tour und dem am Jahresanfang vollzogenen Wechsel an der Spitze. Nach 22 Jahren gab Tim Finchem den „Logenplatz“ weiter an Jay Monahan und er will die Reichweite des Golfsport erhöhen. Mit dem Twitter Angebot ist das wohl der erste Schritt in eine neue Golfsport Berichterstattung?! Dabei sind Monahans Pläne hauptsächlich langfristiger Natur. Was er in diesem Jahr aber erreichen möchte, ist Arnold Palmer stolz zu machen. Wenn sie das schaffen „wird das Spiel ein besseres sein und auch die Tour wird besser sein.“ Das größte Ziel des neuen PGA-Tour-Commisioners ist es, die Tour noch mehr Menschen näher zu bringen, besonders international. „Damit wir wachsen können, hängt alles davon ab, dass wir den Fan verstehen, nicht nur hier in den USA sondern überall auf der Welt.“

Nicht ganz irrelevant sind dafür auch die schon länger im Raum stehenden Überlegungen, den Turnierplan deutlich zu verändern. Das dahinterstehende Ziel ist es, die Saison und den Wettkampf um den FedExCup abzuschließen, bevor die NFL Saison in den USA losgeht. Teil dieser Veränderungen könnten ein Umzug der Players Championship in den März und der PGA Championship in den Mai beinhalten. Dann könnte sich auch die Zahl der FedExCup-Playoffs von vier auf drei reduzieren. Entschieden ist in dieser Sache aber noch nichts, es „erfordert eine Menge Verschiebungen und Verlegungen“, so Monahan, außerdem erfordere es intensive Gespräche, unter anderem mit der PGA of America, da die PGA Championship den Status als letztes Major des Jahres verlieren würde.

Natürlich bleibe ich für Euch bei den Themen dran.

Euer Lefty Stephan

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