Wir testen die Golfuhr Garmin S6 auf der Runde

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Golfuhr Approach S6 – Funktionen, Vor- und Nachteile sowie unser Fazit

Garmin bezeichnet sich selbst als einer der führenden Hersteller im Bereich Navigation und stellt in diesem Zusammenhang Produkte für Kraftfahrzeuge, Luftfahrt, Marine, Outdoor und Sport her. Qualität und Service zählt das Unternehmen selbst neben Benutzerfreundlichkeit der Produkte, sowie einem überzeugendem Preis-Leistungsverhältnis zu seinen Stärken. Besonders hat sich Garmin laut eigener Angaben der Innovation verpflichtet. Im Zuge unseres Praxistests nehmen wir die Golfuhr Approach S6 von Garmin unter die Lupe und versuchen herauszufinden, welchen Mehrwert die GPS-Uhr auf der Golfrunde tatsächlich für den Spieler bietet.

Garmin Approach S6: Was sagt der Hersteller über sein Produkt

Auf der Webseite von Garmin ist zu lesen, dass mehr als 40.000 Golfplätze bereits bei Kauf installiert sind. Im GPS-Modus hält der Akku laut Angabe 10 Stunden. Neben den Distanzen zu Anfang, Ende und Mitte Grün bietet die Uhr auch mit dem „Course View“ die Möglichkeit die Bahnen schon im Vorfeld zu betrachten. Die farbig wiedergegebene Graphik der Golfuhr zeigt zum Beispiel Doglegs und Hindernisse an. Über die sogenannte LAYUP-DISTANZ-Funktion können auch Entfernungen zu eben diesen Lagen abgemessen werden. Eine Bedienung über Touch Screen erfolgt auf dem laut Hersteller gut lesbarem und hochauflösendem Display. Zudem besteht die Möglichkeit die Uhr mit dem Smartphone zu koppeln, um eingehende Nachrichten, Emails und Anrufe anzeigen zu lassen. Eine weitere Funktion ist die digitale Scorekarte, mit deren Hilfe man Ergebnisse abspeichern und auf dem PC anzeigen kann. Weitere Features sind vor allem als Trainingshilfen verfügbar: So misst die Golfuhr das „SwingTempo“ und damit das Verhältnis zwischen Rückschwung und Durchschwung. Mit der Zusatzfunktion „Schwung-Training“ vermitteln Signaltöne das ideale Verhältnis zwischen Rückschwung und Durchschwung. Außerdem misst „SwingStrength“ die Kraft des Golfschwungs. Abzulesen sind zudem auch die Uhrzeit sowie die zurückgelegten Kilometer. Bis 50 Meter Wassertiefe soll die Garmin S6 schadlos überstehen. Die unverbindliche Preisempfehlung dieses Modells liegt bei knapp 400 Euro. Damit fällt die GPS-Golfuhr in das gehobene Preissegment unter den Golfuhren.

Praxistest: Garmin Approach S6: So schlägt sich die Golfuhr auf der Golfrunde

Der Look der Golfuhr ist sportlich gehalten. Bei den Armbändern gibt es verschiedenen Varianten zur Wahl, die jedoch alle im Bereich der klassischen Farben sind. Für Knallfarbenliebhaber gibt es sicher passendere Produkte. Unser Team findet den GPS-Entfernungsmesser geschmackvoll gestaltet. Das Band ist flexibel und der Entfernungsmesser weder klobig noch besonders schwer, so dass das Tragen angenehm ist. Die Vorinstallation der Golfplätze bietet eine große Auswahl. Auf der übersichtlichen Homepage des Anbieters können wir auch spontan das Tool zum Download von Updates ausfindig machen. Auch hier wird noch einmal darauf hingewiesen, dass alle Updates für die Garmin GPS Golfuhren dauerhaft gratis sind. Die Bedienung des Entfernungsmessers ist tatsächlich beinahe selbsterklärend. Der Touch Screen liefert anschauliche und gut leserliche Ansichten und Daten. Neben den Daten zu Grün Anfang, Mitte und Ende können wir auch die Fahnenposition auf den aktuellen Stand verändern. Damit liefert die Uhr noch genauere Orientierungshilfen. Für die Golfrunde ist die Garmin Approach S6 also ein gelungenes Accessoire für Spieler, die sich gerne an GPS-gestützten Daten orientieren. Die Zusatzfunktionen Schwingtempo-, Schwingkraftmessung und das Tempotraining sind dazu nette Features. Ob bei regelmäßiger Nutzung tatsächlich das Schwungverhalten nachhaltig positiv beeinflusst werden kann, lassen wir dahingestellt. Fakt ist jedoch, dass genau diese Funktionen ausschlaggebend dafür sind, warum die Uhr nicht bei Wettspielen benutzt werden darf, was wir als klaren Nachteil werten. Die digitale Scorekarten und die Rundenstatistik können von uns als solches schlecht bewertet werden, da wir nach nur einer Runde natürlich nur wenig Daten zur Verfügung haben. Hilfreich kann es allemal sein, anhand solcher Auswertungen Verbesserungspotenziale im Score ausfindig zu machen.

Unsere Meinung: Was spricht für die Garmin Approach S6? Was dagegen?

Folgende Fakten zeichnen die GPS-Golfuhr Garmin Approach S6 in unseren Augen aus:
Das sportliche und dezente Design, sowie der Tragekomfort machen die GPS-Uhr zum idealen Begleiter auf Ihrer Golfrunde. Ein hochwertiger Bildschirm, Farbdisplay und Touchscreen sind ebenfalls längst nicht der Standard bei den Golfuhren. Weiterhin beeindruckt die Vielfalt an Entfernungsangaben nicht nur zum Grün, sondern auch zu Hindernissen. Zu den Trainingshilfen stehen wir eher skeptisch. Dabei muss jedoch jeder Golfer selbst entscheiden, ob er bei seinem Kauf eher auf ein Trainingsgerät oder einen Entfernungsmesser für die vorgabenwirksame Runde Wert legt. Für unser Empfinden wären die Mehrkosten im Gegensatz zu einfacheren GPS-Uhren in manchen Fällen besser in einen Golflehrer investiert als in die elektronische Auswertung von Schwunggeschwindigkeit und Kraftmessung. Ein klares Minus ist in diesem Zusammenhand natürlich auch das Verbot solcher Entfernungsmesser bei Turnieren laut Golfregeln Decision 14-3.

Eine generelle Kaufempfehlung oder ein Abraten vom Kauf dieser Golfuhr möchten wir trotzdem nicht aussprechen. Wer das Funktionsspektrum der GPS-Uhr auszunutzen weiß und damit an seinem Golfschwung arbeiten möchte, bekommt ein ausgewogenes Rundum-Paket für einen der Vielfalt an Funktionen entsprechenden Preis von etwa 400,- € laut Herstellerpreisempfehlung.

Gastbeitrag von Daniel

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