Golfregel 7-11, kurz und knapp

Neuigkeiten zum Golfregelwerk

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In vielen deutschen Golfclubs werden in diesen Tagen die Golfregel 2019 besprochen und genauso geht es hier im Blog mit den Regeln 7 bis 11 weiter. Diese Regeln stehen unter der Überschrift „Spielen des Balls“! Dann schauen wir doch mal auf die Regel Nummer 7.

Regel 7 – finden und Identifizieren des Balls

Diese Golfregel gestattet der Spielerin/dem Spieler, nach jedem Schlag mit angemessenen Handlungen redlich den Ball im Spiel zu suchen.

Aber dabei muss der Golfer vorsichtig sein, da er sich eine Strafe zuzieht, wenn er dabei übertrieben vorgeht und die Bedingungen verbessert, die seinen nächsten Schlag beeinflussen. Aber der Golfer zieht sich keine Strafe zu, wenn er den Ball beim Versuch ihn zu finden oder zu identifizieren versehentlich bewegt. Aber dann muss der Ball in die ursprüngliche Lage zurück.

Die Kernaussage der Regel 7.1 ist, dass man bei der Suche des Balls zügig vorgeht und dabei versucht die Balllage übertrieben zu verbessern. In der Regel 7.3. und 7.4. geht es um die Identifizierung des eigenen Balls.

Aber was passiert, wenn man seinen Ball versehendlich bei der Suche bewegt? Da zieht die Golfregel 7.4.

  • Es ist straflos, wenn der Ball versehentlich bei der Suche oder Identifizierung bewegt wird. Wenn er bewegt wird, dann muss der Golfball wieder dort zurückgelegt werden, wo er ursprünglich lag.
  • Hier kommen die Regeln 14.2. zum Tragen, die untere anderem die Situation klärt, wenn der Ball komplett mit Sand bedeckt war und man „ihn befreien“ musste um den Golfball zu identifizieren. Dann muss der Ball in die ursprüngliche Lage zurückgelegt werden. Der Ball darf dann aber zu einem kleinen Teil sichtbar bleiben.

Regel 8 – den Platz spielen wie er vorgefunden wird

Der Ball wird grundsätzlich immer so gespielt, wie er nach dem Schlag, wenn er zur Ruhe gekommen ist, vorgefunden wird. Aber man darf bedingte Handlungen vornehmen, die die Lage verbessern.

Was ist denn nicht erlaubt!

  • Bewegen, biegen und brechen eines wachsenden oder befestigten natürlichen Gegenstandes.
  • Bewegen, biegen und brechen eines unbeweglichen Hemmnisses, Bestandteils des Platzes, einer Ausmarkierung.
  • Bewegen, biegen und brechen einer Abschlagmakierung für den Abschlag, wenn ein Ball von diesem Abschlag gespielt wird.
  • Bewegen eines losen hinderlichen Naturstoffs oder eines beweglichen Hemmnisses an einer bestimmten Stelle. Das gilt z.B. um einen Stand zu bauen oder die Spiellinie zu verbessern.
  • Veränderung der Bodenoberfläche, einschließlich durch Zurücklegen von Divots in ein Divotloch.
  • Veränderung der Bodenoberfläche, einschließlich durch Entfernen oder Niederdrücken von Divots, die bereits zurückgelegt wurden oder andere bereits verlegter Rasenstücke.
  • Veränderung der Bodenoberfläche, indem Löcher, Vertiefungen oder Bodenunebenheiten geschaffen oder beseitigt werden.

In den Regeln 8.1b bis 8.1d geht es um die erlaubten Handlungen, wie man Strafen vermeiden kann und das wiederherstellen von Bedingungen. Die solltest Du Dir mal genauer anschauen, denn dort findet man viele Chance, sein Spiel „positiv“ zu beeinflussen.

In den Regeln 8.2. u 8.3. geht es um absichtliche Handlungen der Spieler.

Regel 9 – Ball spielen, wie er liegt

In dieser Regel geht es um den wesentliche Grundsatz des Golfspiels. Spiele den Ball wie er liegt. Wird der Ball, nachdem er zur Ruhe gekommen ist, durch Naturkräfte wie Wind oder Wasser bewegt, so muss er aus der neuen Lage gespielt werden. Das gilt natürlich nicht, wenn wir auf die Lage von „außen“ Einfluss nehmen, denn dann muss er zurückgelegt werden. Grundsätzlich gilt (Ausnahme auf dem Grün) bewegt man den eigenen oder einen fremden Ball versehentlich, so zieht das gewöhnlich eine Strafe nach sich. In der Regel 9 geht es darum was ist zu tun wenn der Golfball bewegt wird. Auch bei dieser Regel empfehle ich einen Blick ins Regelwerk, denn die Situation finden wir in einer Saison öfter vor.

Regel 10 – Schlag Vorbereitung, Ausführung; Beratung, Hilfe und Caddie

Hier wird es noch einmal spannend. Die Regel 10 beinhaltet wie ein Schlag vorzubereiten uns durchzuführen ist. Auch geht es um die Beratung und andere Hilfen eines Spielers durch einen anderen oder durch den Caddie. Hier gilt das Prinzip, das Golf ein Geschicklichkeitsspiel ist und eine persönliche Herausforderung darstellt.

In dieser Regel geht es auch um die Verankerung des Schlägers am Körper. Während es erlaubt ist, dass der Griff am Unterarm ruht, ist es verboten den Schläger gegen den Bauch zu drücken. Weder Unterarm noch Griffhand dürfen den Körper berühren, also man darf z.B. die Griffhand nicht gegen die Brust drücken.

Jegliche Beratung im Turnier ist verboten. Auch um Beratung bitten (außer den eigenen Caddie) ist verboten. Der eigenen Caddie darf ab diesem Jahr nicht mehr in der verlängerten Spiellinie hinter dem Ball stehen. Das hat man in der Vergangenheit oft auf den Grüns erlebt und auch genutzt um sich auszurichten. Das geht ab diesem Jahr nicht mehr. In der Regel 10.3. geht es dann noch mal genauer um den Caddie.

Regel 11 – Ball trifft Person, Tier oder Gegenstand

In dieser Regel wird bestimmt was zu tun ist, wenn der sich bewegende Ball des Spielers versehentlich eine Person, ein Tier, Ausrüstung oder etwas anderes auf dem Platz trifft.

Dabei unterscheidet man zwischen versehentlich und absichtlich! Passiert es versehentlich, ist es straflos und der Spieler muss normalerweise die daraus ergebenden Folgen akzeptieren. Dabei ist es egal ob diese Folgen positive oder negative Auswirkungen haben. In der Regel 11.2. geht es die Absicht um die Flugbahn zu beeinflussen! „Wir spielen Golf mit Bande!“ Ausnahmen hierbei sind Bälle und Ballmarker. In der folgenden Regel 11.2c geht es dann um das was zu tun ist, wenn man die Absicht unterstellt.

Damit schließe ich meine heutige Zusammenfassung der Golfregel 7 bis 11 ab und alle Artikel zum Regelwerk findest Du hier.

Dein Lefty Stephan

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