Golfspieler mit Behinderung

Seit Anfang 2016 sind ja bereits die Anpassungen der Golfregeln für Golfer mit Behinderung (en) gültig. Mit den Anpassungen der Golfregeln für Golfspieler mit Behinderungen soll erreicht werden, dass der Golfspieler mit Behinderung gleichberechtigt mit einem Golfspieler ohne Behinderung, oder einem Golfer mit einer anderweitigen Behinderung spielen kann. Es ist wichtig zu verstehen, dass dieses anspruchsvolle Ziel vereinzelt zu einer Anpassung einer Regel führt, die auf den ersten Blick unfair erscheint, weil es eine einfachere Antwort zu geben scheint, jedenfalls wenn zwei Spieler mit der gleichen Behinderung gegeneinander spielen. Aus praktischer Sicht ist es sinnvoll, Golfspieler mit Behinderungen in Kategorien zu unterteilen, von denen jede für sich eine etwas andere Anpassung der Regeln benötigt. Fünf Kategorien sind einfach zu bestimmen. Blinde Golfspieler, amputierte Golfspieler, Golfspieler mit Stöcken oder Krücken, Golfspieler, die einen Rollstuhl benötigen und Golfspieler mit geistiger Behinderung.

Hier mal ein Auszug (© 2015 R&A Rules Limited Alle Rechte vorbehalten)

Regel 28 (Ball Unspielbar)

Es ist eine Tatsache, dass ein Golfspieler ohne Behinderung einen Schlag nach einem Ball versuchen und erfolgreich durchführen könnte, den ein anderer Golfspieler ohne Behinderung vielleicht für unspielbar halten würde. Tatsache ist aber auch, dass ein Golfspieler mit Behinderung, der auf den Gebrauch von Stöcken, Krücken oder anderen unterstützenden Hilfsmitteln angewiesen ist, gelegentlich nicht in der Lage sein kann, einen Schlag nach einem Ball zu machen, den ein Golfspieler ohne Behinderung spielen könnte. So ist es zum Beispiel möglich, dass ein Golfspieler, der Krücken benutzt, einen Ball für unspielbar halten muss, der auf einem steil abfallenden, nassen Grasabhang liegt, um die Gefahr eines Sturzes zu vermeiden. Diese Situation unterscheidet sich nicht von dem Fall, bei dem die Bälle zweier nicht behinderter Golfspieler auf einem zum Bestandteil des Platzes erklärten Kiesweg liegen und ein Spieler den Ball spielt, der andere seinen Ball jedoch für unspielbar hält, um so Verletzungen durch aufgewirbelten Kies zu vermeiden.

Ich findes es als nichtbehinderter  Golfer eine tolle Leistung, wenn man sich durch eine Behinderung nicht davon abbringen lässt, diesen tollen Sport zu betreiben. Zum Thema Inklusion habe ich bereits im letzten Jahr einen Beitrag veröffentlicht und ich möchte hiermit ALLE Golfer aufrufen:
Golfer mit und ohne Handicap geht gemeinsam auf die Runde!
Die beiden Aufnahmen hier im Beitrag sind übrigens von der deutschen Meisterschaft 2016 im Golfclub Abenberg, die am 6. und 7. August ausgetragen wurde. Wer noch mehr über Golfen mit Behinderung im DGV erfahren möchte, findet hier weitere Beiträge. Sollte ich in dieser Saison die Chance bekommen, dann spiele ich sehr gerne mit einem behinderten Golfer oder einer behinderten Golferin. Reden kann man ja viel, schreiben auch, aber machen muss man es dann auch! Ich durfte diese Erfahrung auf der Runde noch nicht machen! Habt Ihr gerade im Turnier Erfahrungen mit diesem Thema sammeln können?
Euer Lefty Stephan

 

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